Gespannter Blick nach Nyon

High Noon in Nyon: Um 12 Uhr am Freitag (17.12.2010) blicken der FC Bayern München und Schalke 04 gespannt zum UEFA-Sitz in der Schweiz, denn dann beginnt die Auslosung für das Achtelfinale der Champions League. Um 13 Uhr ist dann die Europa League an der Reihe.


Auslosung in Nyon - Lostopf und Poka

Die zwei verbliebenen Bundesligisten wollen von "Weihnachtsmann" Sir Bobby Charlton mit Glückslosen beschert werden. Der FC Kopenhagen dürfte bei beiden Vereinen ganz oben auf dem Wunschzettel stehen, doch es drohen auch Hammer-Gegner wie die Mailänder Spitzenklubs Inter und AC oder der FC Arsenal.
"Gegen Inter bitte später"

Welche Lose auch immer die englische Fußball-Ikone Charlton aus dem Topf zieht - fest steht, dass Bayern und Schalke als Gruppensieger im Rückspiel (8./9. bzw. 15./16. März, Hinspiel am 15. /16. bzw. 22./23. Februar) Heimrecht haben und auf einen der Gruppenzweiten treffen. Ein Duell untereinander ist genauso wenig möglich wie ein Aufeinandertreffen mit den Vorrundengegnern.

"Wir werden gespannt auf die Auslosung schauen. Eine Revanche gegen Inter kann ruhig etwas später kommen", sagte Bayern-Torhüter Jörg Butt. Die 0:2-Finalniederlage im Mai im Madrider Bernabeu-Stadion will der deutsche Rekordmeister in einer späteren Runde rächen. "Aber auch Arsenal und Milan müssen wir nicht unbedingt schon im Achtelfinale bekommen", sagte Butt.
Magath - kein Wunschgegner

Auch Münchens Nationalstürmer Mario Gomez hofft auf Losglück. "Ich wünsche mir, dass wir ein Los bekommen, das uns große Chancen auf die nächste Runde lässt", sagte der Angreifer: "Allerdings ist uns klar, dass wir jeden Gegner schlagen müssen, wenn wir die Champions League gewinnen wollen."

Für die Schalker ist dagegen schon das Überstehen der Gruppenphase ein großer Erfolg. Daher könne das Team befreit aufspielen - egal, wie der nächste Gegner heißt, meinte Nationaltorhüter Manuel Neuer: "Wir haben bewiesen, dass wir mit den stärksten Teams in Europa mithalten können." Trainer Felix Magath hat zwar keinen speziellen Wunschgegner, versprach dem kommenden Gegner jedoch bereits einen heißen Tanz: "Jetzt warten wir mal ab, wer sich mit uns messen will."
Kasse machen

Eine Stunde nach der Auslosung für die Königsklasse erfahren auch Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart ihre Gegner für die Runde der besten 32 Teams in der Europa League. Da beide Bundesligisten ihre Vorrundengruppen gewonnen haben, bleibt ihnen ein K.o.-Duell gegen die vier besten Drittplatzierten aus der Champions-League-Gruppenphase erspart..

Für das Erreichen des Viertelfinals der Champions League würde die Europäische Fußball-Union (UEFA) weitere 3,3 Millionen Euro überweisen. Schon jetzt haben die Münchner 14,1 Millionen und die Schalker 13,7 Millionen Euro verdient. Hinzu kommen die Zuschauereinnahmen aus den Heimspielen sowie die Gelder aus dem so genannten Marktpool. In der vergangenen Saison spielte Bayern durch den Einzug ins Finale der Königsklasse insgesamt knapp 60 Millionen Euro ein.



Quelle:spotschau.de // Stand: 16.12.2010, 14:1