Matthäus fängt bei Null an
Nach null Punkten aus den ersten zwei Spielen braucht Lothar Matthäus bei seinem Debüt als bulgarischer Nationaltrainer dringend Punkte, um im Rennen um die EM-Qualifikation zu bleiben.
Matthäus im Training;
Nach Ungarn ist Bulgarien Matthäus' zweite Station als Nationaltrainer.
Schon vor dem ersten Spiel ist die Lage für Lothar Matthäus prekär. "Für uns ist das Spiel gegen Wales wie ein Finale", beschreibt der neue Nationaltrainer Bulgariens die Lage vor dem Auftritt in der EM-Qualifikation in Wales.
"Sollten wir gewinnen, können wir im Kampf um die zwei ersten Plätze zurückkehren. Wenn wir verlieren, entfernen wir uns vom Ziel", so Matthäus. Der Start in die EM-Qualifikation war für die Bulgaren ein Desaster: Nach einem 0:4 in England und der 0:1-Heimniederlage gegen Montenegro sind null Punkte auf dem Konto.
Zwei Kommandos auf bulgarisch
Zusätzlich muss Matthäus auf Stürmerstar Dimitar Berbatov verzichten, der auf Auftritte im Nationaltrikot bis auf weiteres verzichten will. So bleiben Matthäus vor allem Parolen: "Wir reisen nach Wales mit der Überzeugung, dass wir siegen können", sagte er und: "Mit diesem Team können wir in jeder Situation reagieren."
Im Training werden Matthäus' Anweisungen zwar von Co-Trainer Zanko Zvetanov aus dem Deutschen übersetzt, aber mit den Worten "pak" (nochmal) und "druga" (noch eine Runde) kommen laut Medienberichten zwei Kommandos bereits in bulgarischer Sprache.
Um Aufbruchstimmung bemüht
Das erste Trainingslager in Bulgarien hielt Matthäus in einem Hotel in Prawez ab, rund 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Sofia. Dort bezog Matthäus auch zunächst ein Appartement.
So wie Matthäus die Simmung im Team insgesamt als "positiv" beschreibt, ist auch Verbandschef Borislav Michailov bemüht, so etwas wie Aufbruchstimmung zu erzeugen: "Er hat die richtigen Eigenschaften und ich glaube, dass er es schafft." Für einen Vertrag über die Zeit der EM-Qualifikation hat der Optimismus allerdings nicht gereicht.
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