Joachim Löw hat ein Problem auf der linken Abwehrseite. Neun Positionen hat der Bundestrainer fest besetzt, auch gegen die bisher torlosen Kasachen sucht er noch zwei Kandidaten für die Defensivkette.


Joachim Löw

Die Belastung für die deutsche Defensive dürfte sich gegen Kasachstan in Grenzen halten. Für Löw ist aber auch das Duell mit dem harmlosen Außenseiter eine Chance zur Suche nach der linken Lösung - denn die linke Abwehrseite bleibt für den Bundestrainer eine Baustelle. "Das ist unsere Problemzone", sagt Löw schon seit langem.

Im Tor und vor der Abwehr sind alle Positionen seit der WM in Südafrika vergeben. Auf der rechten Defensivseite bilden Kapitän Philipp Lahm und der Bremer Per Mertesacker einen eingespielten Block. Links klafft aber eine Lücke. Für das Länderspiel in Kaiserslautern am Samstag (26.03.11) hat Löw sechs Kandidaten für die Posten in der linken Innenverteidigung und auf der linken Abwehrbahn.

Bei der WM war Dennis Aogo (24) noch ein Mitläufer. Löw scheint aber nun auf den Hamburger zu setzen. Gegen Italien durfte er schon in der Startformation auf der Außenbahn ran. "Ich gebe alles, damit ich wieder spielen kann", sagte er.

Die Formkurve von Holger Badstuber (22) zeigt beim FC Bayern nach unten. Löw hält dennoch an dem Jungstar fest. Er ist der einzige Kandidat, der bislang links in der Innenverteidigung und auf der Außenbahn eingesetzt wurde. In den Pflichtspielen nach der WM war er immer dabei.

In Südafrika spielte der gelernte "Rechte" Arne Friedrich (31) in der linken Zentrale - mit Erfolg. Langfristig dürfte Löw aber auf ein "Original" setzen. Dem nach der WM verletzten Friedrich bliebe damit die Rolle der Alternative für beide Seiten.

Fünf Junge und ein Alter
Jerome Boateng (22) ist wie Arne Friedrich eigentlich ein "Rechter". Er half aber schon bei der WM außen links aus, als Badstuber schwächelte. Im Millionen-Ensemble von Manchester City konnte sich der gebürtige Berliner noch nicht zur Stammkraft entwickeln.

Der Dortmunder Mats Hummels (22) schwimmt mit dem BVB auf der Erfolgswelle. Viele erwarteten ihn schon gegen Italien in der Startelf. Er wurde aber nur eingewechselt. "Bislang lief es für mich gut. Ich hoffe, dass ich mich weiter empfehlen kann", sagte er.

Seinem Klubkameraden Marcel Schmelzer (23) war beim Länderspieldebüt in Schweden (0:0) die Nervosität deutlich anzumerken. In Dortmund zeigt er weniger Respekt und hat sich als Nachfolger von Dede zu einem Leistungsträger entwickelt.
Quelle: Sportsch.Online - Stand 24.03.11