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Thema: DFB-ELF: Die Latte liegt zu hoch...

  1. #1
    BvB-Mausi

    DFB-ELF: Die Latte liegt zu hoch...

    Nach einer Reihe glanzvoller Vorstellungen und mit hohen Ansprüchen an sich selbst weckt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Erwartungen, die sie kaum noch erfüllen kann. Deshalb gab es gegen Kasachstan Pfiffe, und die sorgten für Missstimmungen.



    Der Mann mit dem Känguruh auf der Steppjacke stand in der 78. Minute auf und ging. Er war im Auftrag Australiens hoch auf den Betzenberg gekommen, dem nächsten Gegner der DFB-Elf am Dienstag (29.03.11). Der Spielbeobachter wird auf seinem Hotelzimmer oder schon längst auf der Autobahn gewesen sein, als viele deutsche Fans noch am Rolltor warteten, hinter dem der Mannschaftsbus stand.

    Miroslav Klose stieg als letzter Spieler zu. Er wurde von brüllenden Männern und kreischenden Frauen gefeiert. Der Stürmer hatte in der pfälzischen Heimat seinen Auftrag erfüllt. Zwei Treffer gelangen ihm beim 4:0 gegen Kasachstan. In seinen vergangenen sechs Länderspielen schoss der Münchner neun Tore. Klose-Tore sind der Nomalfall. Eins ist fast schon zu wenig. Genau wie ein souveräner Sieg der deutschen Mannschaft gegen einen schwachen Gegner wie Kasachstan nicht mehr ausreicht, um das ganze Publikum zufriedenzustellen.

    Auch begeistern
    Die Latte liegt hoch. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw packten in der Woche vor dem Spiel noch einmal drauf. Sie hatten einen Erfolg vorausgesetzt und "begeisternden Fußball" gefordert. Als die Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht die Latte riss, sondern gebückt unter ihr durchlief, gab es Pfiffe. Sehr laut wurde es bei der Auswechlung von Bastian Schweinsteiger, der eine dramatisch hohe Fehlpassquote aufwies.

    "Es war schon eine komische Stimmung, und ich verstehe die Zuschauer auch nicht ganz", sagte der Münchner. Fünf Siege in fünf EM-Qualifikationsspielen und acht Punkte Vorsprung seien doch eine stolze Ausbeute: "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen, oder sollen wir da nur noch Hacke, Spitze eins, zwei, drei spielen?"

    Khedira und Özil bekommen frei
    Die Geister, die Löw und Bierhoff riefen, wurden sie an diesem Abend nicht mehr los. Klose zeigte Verständnis für den Teil der Fans, der pfiff: "Die Zuschauer sind zufrieden, wenn wir temporeichen Fußball spielen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit nicht gezeigt."

    Die Missstimmungen von Kaiserslautern sorgen dafür, dass nun genauer auf das Freundschaftsspiel gegen Australien in Mönchengladbach geschaut wird. Löw kündigte einige Umstellungen an. Sami Khedira und Mesut Özil dürfen die Partie mit Erlaubnis des Bundestrainers schwänzen. Das zeigt den Stellenwert der beiden Profis von Real Madrid.

    Löws Bekenntnis zu Badstuber

    Bundestrainer Joachim Löw setzt auf Holger Badstuber

    War die Wertschätzung für Khedira und Özil bekannt, überraschte Löws klares Bekenntnis zu Holger Badstuber als zweitem Innenverteidiger neben Per Mertesacker. "Holger alle EM-Spiele gemacht und sich dabei keine Blöße gegeben. Deshalb habe ich keinen Grund, an ihm zu zweifeln", sagte der Bundestrainer über den Münchner Bayern, der im Verein eine durchwachsene Saison spielt. Das war nicht nur ein Bekenntnis zu Badstuber, sondern auch eine deutlich Abfuhr für den Dortmunder Mats Hummels. "Er hat erst einmal bei uns gespielt und muss jetzt in der Nationalmannschaft den nächsten Schritt machen", sagte Löw.

    Gegen Australien wird Hummels in der Startformation stehen, darauf legte sich der Bundestrainer schon fest. Er wird nicht nur souverän spielen, sondern begeistern müssen. Die Latte liegt sehr hoch.
    Quelle: Sportsch.Online - Stand 27.03.11
    Geändert von BvB-Mausi (28.03.11 um 00:24 Uhr)

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